140 Dateiendungen
Finden Sie über die Endung heraus, was eine Datei ist und womit man sie öffnet — samt MIME-Typ und der Frage, ob ein Browser sie direkt anzeigt.
Bilder35
Formate für Fotos und Zeichnungen. Dasselbe Bild unterscheidet sich je nach Format enorm in Größe und Qualität.
Video24
Bewegte Bilder mit Ton. Die Endung benennt nur den Container — ob etwas abspielt, entscheidet der Codec darin.
Audio22
Nur Ton. Sie teilen sich in Formate, die zum Verkleinern Information wegwerfen, und solche, die jedes Sample behalten.
Dokumente30
Text, Tabellen und Folien. Viele haben offene Standards, damit sie sich auch außerhalb des Erstellerprogramms lesen lassen.
Archive21
Mehrere Dateien in einer gebündelt und verkleinert. Vor dem Entpacken sieht man nur die Liste des Inhalts.
Code43
Quelldateien, die Menschen lesen und schreiben. Innen ist reiner Text, selbst Notepad öffnet sie.
Daten20
Tabellen und Datensätze — damit bewegt man Werte zwischen Programmen.
Untertitel9
Untertitel über dem Video. Es sind Textdateien mit Zeitmarken und Sätzen, man kann sie selbst bearbeiten.
Schriften10
Die Form der Buchstaben. Einmal installiert, kann jedes Programm sie nutzen.
E-Books10
E-Book-Formate. Anders als auf Papier fließt der Text neu, passend zum Bildschirm.
3D-Modelle14
Dreidimensionale Formen — die Formate, die 3D-Drucker und Spiel-Engines lesen.
Datenträgerabbilder11
Ein ganzer Datenträger als eine Datei. Beim Öffnen wird sie wie das Original eingebunden.
Programme17
Programme selbst oder deren Installer. Bei unbekannter Herkunft besser nicht öffnen.
So liest man das
- Eine Endung ist ein Etikett, nicht der Inhalt. Benennen Sie eine Datei in .png um — sind die Bytes darin JPEG, bleibt es ein JPEG.
- Der MIME-Typ ist der Name, mit dem das Internet eine Dateiart bezeichnet. Browser sehen auf diesen Wert, nicht auf die Endung, um anzuzeigen oder herunterzuladen.
- Ein MIME-Typ mit x- am Anfang wurde nie als Standard registriert. Viele sind verbreitet, offiziell sind sie deshalb nicht.
- Videoendungen benennen einen Container. Dieselbe .mp4 läuft je nach Codec auf einem Gerät und auf einem anderen nicht.
Häufige Fragen
QÄndert das Umbenennen der Endung das Format?
Nein. Die Endung ist nur ein Etikett, die Bytes bleiben dieselben. Ein JPEG in .png umbenannt bleibt ein JPEG — Programme, die das echte Format prüfen, verweigern es dann sogar. Für einen echten Wechsel muss man konvertieren und neu speichern.
QDie Endungen sind ausgeblendet — wie zeige ich sie an?
Im Windows-Explorer im Menü „Ansicht" die „Dateinamenerweiterungen" einschalten, unter macOS in den Finder-Einstellungen „Alle Dateinamensuffixe einblenden". Standardmäßig sind sie versteckt — genau damit täuschen Namen wie foto.jpg.exe.
QDarf man unbekannte Dateitypen öffnen?
Ausführbare Dateien (.exe, .msi, .apk, .jar) sollte man ohne bekannte Herkunft nicht öffnen. Auch Dokumente und Archive können ausführbaren Code enthalten — prüfen Sie im Zweifel erst mit einem Virenscanner.
QWozu dient der MIME-Typ?
Er ist das Etikett, das ein Webserver mitschickt: „Das hier ist image/png." Browser richten sich nach diesem Wert statt nach der Endung, wenn sie zwischen Anzeigen und Herunterladen wählen. Ist er falsch, erscheint ein Bild als Zeichensalat oder landet im Download-Ordner.
QWarum haben manche Formate zwei Endungen?
Aus historischen Gründen. .jpg und .jpeg sind dasselbe Format mit demselben MIME-Typ image/jpeg — die Kurzform entstand, weil das alte DOS nur drei Zeichen erlaubte. Ebenso bei .sqlite und .db oder .mpg und .mpeg.