Start·Taupunkt

189 Taupunkte — warum 60 % Luftfeuchte nie dasselbe heißt

Für jede Begegnung von 21 Temperaturen und 9 Feuchtewerten ein Taupunkt. Luft bei 30 °C und 60 % trägt über dreimal so viel Wasser wie 10 °C bei denselben 60 %.

Nach Temperatur und Feuchte suchen

Unter 16 °C fühlt es sich angenehm an, über 20 °C klebrig, über 24 °C drückend. Nachts fällt die Lufttemperatur, der Taupunkt kaum — deshalb bleibt eine schwüle Nacht unerträglich.

Die Feuchte allein sagt wenig

Relative Feuchte gibt an, welchen Anteil des Maximums die Luft trägt — und dieses Maximum schwankt stark mit der Temperatur. Dieselben 60 % bedeuten bei 30 °C rund 18 g Wasser je Kubikmeter, bei 10 °C nur 6 g. Der Taupunkt nennt diese Menge als eine einzige Temperatur und liest sich viel direkter.

Warme Luft trägt mehr

Etwa alle 10 °C verdoppelt sich, wie viel Wasser die Luft fassen kann. Deshalb stürzt die Feuchte ab, wenn man im Winter heizt: Das Wasser bleibt, nur das Gefäß wurde größer.

Sommernächte misst man am Taupunkt

Unter 16 °C fühlt es sich angenehm an, über 20 °C klebrig, über 24 °C drückend. Nachts fällt die Lufttemperatur, der Taupunkt kaum — deshalb bleibt eine schwüle Nacht unerträglich.

Kühlt die Luft auf den Taupunkt, schlägt sie sich nieder

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Wasser auszukondensieren beginnt. Kühlt die Luft am Morgen darauf ab, bildet sich Tau auf dem Gras und Nebel. Aus demselben Grund beschlägt ein kaltes Glas: die anliegende Luft fiel unter ihren Taupunkt.

So liest man das

  • Der Taupunkt sagt, wie weit man diese Luft kühlen müsste, bis Wasser kondensiert.
  • Bei 100 % Feuchte entspricht er der Lufttemperatur; weniger Feuchte drückt ihn nach unten.
  • Je kleiner der Abstand zwischen Luft und Taupunkt, desto schwüler — null bedeutet Nebel.
  • Bei gleicher Feuchte bedeuten zehn Grad mehr etwa doppelt so viel Wasser in der Luft.

Häufige Fragen

Q. Warum fühlen sich 60 % Feuchte von Tag zu Tag anders an?

Weil die Temperatur eine andere ist. Bei 30 °C sind das 18 g Wasser je Kubikmeter, bei 10 °C nur 6 g. Die Schwüle folgt dem Wasser — und der Taupunkt nennt genau dieses Wasser als Temperatur.

Q. Ab welchem Taupunkt wird es unangenehm?

Unter 16 °C ist es angenehm, über 20 °C klebrig, über 24 °C drückend. Eine schwüle Sommernacht liegt meist bei 22–25 °C.

Q. Warum trocknet Heizen die Wohnung im Winter aus?

Warme Luft fasst mehr; dieselbe Wassermenge füllt ein größeres Gefäß nur zum kleineren Teil, und die relative Feuchte stürzt ab. Der Taupunkt bleibt fast gleich.

Q. Ist das beschlagene kalte Glas dasselbe?

Ja. Die Luft am Glas kühlt unter ihren Taupunkt, und der mitgeführte Dampf kann nur noch auf der Oberfläche bleiben.

Q. Kann der Taupunkt über der Lufttemperatur liegen?

Nein. Die relative Feuchte kann 100 % nicht überschreiten, also ist die Lufttemperatur die Obergrenze. Treffen sich beide, steht man im Nebel.