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100 Futtermengen — Kalorien wachsen nicht proportional zum Gewicht

Der Ruheenergiebedarf wächst mit dem Gewicht hoch 0,75 — ein sechzehnmal schwererer Hund frisst achtmal so viel, nicht sechzehnmal. Jede Begegnung von 10 Lebensphasen und 10 Gewichten bringt Tageskalorien und Gramm.

Warum hoch 0,75

Der Ruhebedarf wird als 70 × Gewicht^0,75 angesetzt. Die Oberfläche wächst langsamer als das Volumen, ein größerer Körper verliert je Kilogramm weniger Wärme. Ein 32-kg-Hund frisst daher das Achtfache eines 2-kg-Hundes, nicht das Sechzehnfache (16^0,75 = 8). Rechnet man proportional, bekommt der große zu viel und der kleine zu wenig.

Warum der Faktor eine Spanne ist

Die viel zitierten Tabellen widersprechen sich. Ein kastrierter erwachsener Hund steht mal bei 1,6, mal bei 1,4–1,6, und beim Abnehmen unterscheidet sich schon der Bezug: 0,8 des aktuellen Gewichts in der einen Konvention, 1,0 des Zielgewichts in der anderen. Eine Zahl auszuwählen wäre für jeden mit der anderen Tabelle falsch — darum werden hier beide Enden gerechnet.

Wo 30 × Gewicht + 70 abweicht

Diese Faustformel steht in den meisten Ratgebern. Sie schneidet die Exponentialkurve **zweimal** — bei etwa 3 kg und etwa 20 kg. Dazwischen liegt sie darunter, außerhalb darüber. Bei einem 40-kg-Hund rund 14 % über dem Exponentialwert. Welche Formel benutzt wurde, ändert das Ergebnis — hier stehen beide.

Kalorien auf der Packung prüfen

Die Gramm ergeben sich aus den Kalorien geteilt durch die Energiedichte des Futters. Trockenfutter liegt meist bei 350–400 kcal je 100 g, daher stehen hier 3,5 und 4,0. Steht auf der Packung etwas anderes, damit rechnen — Nassfutter ist deutlich dünner, die Gramm steigen stark.

Ein Ausgangspunkt, keine Verordnung

Bei gleichem Gewicht schwankt der echte Bedarf um bis zu 30 % — je nach Aktivität, Rasse, Alter und Krankheit. Zwei Wochen so füttern, dann wiegen und neu beurteilen. Bei Erkrankungen oder geplanter Gewichtsabnahme zum Tierarzt — gerade Katzen dürfen ihre Menge nie abrupt senken.

Nach Phase und Gewicht suchen

Körpergewicht · Lebensphasen-Faktor

Welpe unter 4 MonatenLebensphasen-Faktor 2~3

Welpe 4–12 MonateLebensphasen-Faktor 1.6~2

unkastrierter erwachsener HundLebensphasen-Faktor 1.6~1.8

kastrierter erwachsener HundLebensphasen-Faktor 1.4~1.6

Hund beim AbnehmenLebensphasen-Faktor 0.8~1

Kätzchen unter 4 MonatenLebensphasen-Faktor 2.5~3

Kätzchen 4–12 MonateLebensphasen-Faktor 1.8~2.5

unkastrierte erwachsene KatzeLebensphasen-Faktor 1.2~1.4

kastrierte erwachsene KatzeLebensphasen-Faktor 1~1.2

Katze beim AbnehmenLebensphasen-Faktor 0.8~1

Lineare Faustformel

  • 2 kg118 / 130 kcal · +10.4%
  • 4 kg198 / 190 kcal · -4%
  • 10 kg394 / 370 kcal · -6%
  • 20 kg662 / 670 kcal · +1.2%
  • 40 kg1113 / 1270 kcal · +14.1%

So liest man das

  • Ruheenergiebedarf = 70 × Gewicht hoch 0,75. Nicht proportional zum Gewicht.
  • Tageskalorien = Ruhebedarf × Lebensphasen-Faktor. Tabellen weichen ab, daher eine Spanne.
  • Gramm = Tageskalorien ÷ kcal je Gramm laut Packung.
  • Zwei Wochen füttern, dann erneut wiegen. Das hier ist der Anfang.

Häufige Fragen

Q. Wie viel frisst ein 10-kg-Hund?

Kastriert und erwachsen 551–630 kcal, also etwa 157–180 g Trockenfutter. Ein Welpe gleichen Gewichts fast das Doppelte.

Q. Doppeltes Gewicht, doppeltes Futter?

Nein. Der Ruhebedarf folgt Gewicht^0,75 und steigt um das 1,68-Fache. Sechzehnfaches Gewicht heißt achtfaches Futter.

Q. Reicht 30 × Gewicht + 70?

Außerhalb von etwa 3–20 kg liegt die Formel über dem Exponentialwert — bei 40 kg rund 14 % darüber.

Q. Warum eine Spanne statt einer Zahl?

Die veröffentlichten Tabellen widersprechen sich. Eine Zahl wäre für jeden mit der anderen Tabelle falsch.

Q. Fressen Katzen weniger als Hunde?

Bei gleichem Gewicht ja. Eine kastrierte erwachsene Katze liegt bei 1,0–1,2 gegenüber 1,4–1,6 beim Hund.