B− → B− Vollblut — verträglich
B− gibt Vollblut an B−: verträglich. Mit dieser Komponente erreicht der Spender 2 der acht Blutgruppen.
Warum
Erythrozyten und Plasma kommen zusammen, also müssen beide Bedingungen gelten.
- Spender · Antigene
- B
- Spender · Antikörper
- A
- Empfänger · Antigene
- B
- Empfänger · Antikörper
- A
- Kann geben an
- 2 / 8
- Kann empfangen von
- 1 / 8
In der Gegenrichtung
B− gibt dieselbe Komponente zurück an B−: verträglich. Dieses Paar liest sich in beide Richtungen gleich.
Dasselbe Paar, andere Komponenten
Wechselt die Komponente, kann die Antwort kippen. Von 64 Paaren fallen 39 für Erythrozyten anders aus als für Plasma.
Wohin dieser Spender geben kann
Woher dieser Empfänger nehmen kann
Wo die Regel kippt
Die Antigene sitzen auf den Erythrozyten, die Antikörper schwimmen im Plasma. Bewegt man Erythrozyten, stören die Antikörper des Empfängers; bewegt man Plasma, die des Spenders. Die Bedingung dreht sich vollständig um, und die Tabelle ebenso — faltet man die Erythrozytentabelle entlang ihrer Diagonale, erhält man die Plasmatabelle.
Rh zählt nur bei Erythrozyten
ABO-Antikörper sind von Geburt an da, Anti-D nicht. Es entsteht erst, nachdem eine Rh− Person Rh+ Erythrozyten erhalten hat. Deshalb kann die erste solche Transfusion folgenlos bleiben und die nächste ist die gefährliche — derselbe Mechanismus, der in der Schwangerschaft zählt. Plasma enthält kaum Erythrozyten, deshalb wird Rh dort nicht geprüft.
So liest man es
- Der Name der Blutgruppe ist ihre Antigenliste — A hat das A-Antigen, AB beide, O keines.
- Antikörper greifen an, was man nicht hat — O trägt Anti-A und Anti-B.
- Für Erythrozyten prüfen Sie, ob die Antikörper des Empfängers die gespendeten Antigene angreifen.
- Für Plasma prüfen Sie das Umgekehrte: ob die gespendeten Antikörper die Antigene des Empfängers angreifen.
- Rh wird nur bei Erythrozyten geprüft — es gibt kein natürliches Anti-D, es entsteht nach Kontakt.
- Vollblut stapelt beide Bedingungen, daher bleiben nur Paare gleicher ABO-Gruppe übrig.
Diese Tabelle entscheidet keine echte Transfusion
Neben ABO und RhD gibt es Hunderte weiterer Erythrozytenantigene, und wer oft transfundiert wurde, kann Antikörper gegen einige davon tragen. Eine echte Transfusion entscheidet deshalb die Kreuzprobe — das Labor mischt das Blut der beiden Personen direkt. Diese Tabelle zeigt, warum die Regeln so aussehen.
Häufige Fragen
Q. Kann B− Vollblut an B− geben?
Ja. Für diese Komponente gilt: Erythrozyten und Plasma kommen zusammen, also müssen beide Bedingungen gelten.
Q. Wie viele Gruppen erreicht B− mit dieser Komponente?
2 von acht. Umgekehrt kann B− von 1 empfangen.
Q. Und in der Gegenrichtung?
B− an B−: verträglich. Dieses Paar liest sich in beide Richtungen gleich.
Q. Was ist mit den anderen Komponenten?
Erythrozyten: verträglich, Plasma: verträglich.