Blutgruppenvererbung·A+ × O− → O−
A+ × O−
O−
Möglich

Eltern A+ × O−, Kind O− — möglich

Ein Vater mit A+ und eine Mutter mit O− können ein Kind mit O− bekommen — je nach Genotyp 25%. Diese Eltern bringen 4 der acht Blutgruppen hervor.

Vater
A+
Mutter
O−
Kind
O−
Wahrscheinlichkeit
25%
Mögliche Kinder
O+ · O− · A+ · A−
Unmögliche Kinder
B+ · B− · AB+ · AB−

Wahrscheinlichkeit je Elterngenotyp

Es gibt einen Weg — die Wahrscheinlichkeit liegt bei 25%. Die Genotypen der Eltern stehen nicht fest, daher kein einzelner Wert.

  • Vater AO · Dd · Mutter OO · dd4/16

Alle acht Kinder für diese Eltern

Vater und Mutter vertauscht

Weder ABO noch Rhesus liegen auf einem Geschlechtschromosom — Vater und Mutter zu vertauschen ändert nichts. 512 Felder, aber nur etwa die Hälfte sind verschiedene Antworten.

Das Punnett-Quadrat

Die beiden Allele des Vaters nach oben, die der Mutter an die Seite, die vier Felder ausfüllen — das sind alle Genotypen, die das Kind haben kann. In Phänotypen übersetzen und auszählen: das ist die Wahrscheinlichkeit. ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen und werden unabhängig vererbt, also zählt man beide getrennt und multipliziert: vier mal vier, sechzehn Felder.

Rh+ Eltern können ein Rh− Kind bekommen

Schon ein einzelnes D gilt als Rhesus-positiv, ein Rh+ Mensch kann also DD oder Dd sein. Sind beide Eltern Dd, ist jedes vierte Kind dd, also Rh−. Umgekehrt gibt es kein Schlupfloch: Rh− ist immer dd, aus zwei Rh− Eltern kommen nur Rh− Kinder.

So liest man es

  • Es gibt drei ABO-Allele — A, B und O — und jeder Mensch trägt zwei davon.
  • A und B unterliegen einander nicht und setzen sich nur gegen O durch; daher gibt es AB.
  • Ein A-Mensch kann AA oder AO sein, ein O-Mensch nur OO.
  • Beim Rhesus schlägt D das d: Rh+ ist DD oder Dd, Rh− ist dd.
  • Die zwei des Vaters mit den zwei der Mutter kombinieren, vier Felder auszählen — fertig ist die Wahrscheinlichkeit.
  • ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen: getrennt zählen und multiplizieren.

Es gibt sehr seltene Ausnahmen

Menschen mit Bombay-Phänotyp werden als Gruppe O typisiert, obwohl sie A- oder B-Gene tragen. Dazu kommt cis-AB, bei dem A und B auf demselben Chromosom liegen und gemeinsam weitergegeben werden — Fälle eines O-Kindes von einem AB-Elternteil sind beschrieben. Sehr selten, aber es heißt: ein Ergebnis, das dieser Tabelle widerspricht, beweist für sich genommen nichts.

Die Blutgruppe ist kein Abstammungstest

Diese Tabelle kann nur ausschließen. Sie kann sagen, dass eine Kombination unmöglich ist; sie kann nicht sagen, dass eine mögliche Abstammung bedeutet — viel zu viele Menschen teilen jede Blutgruppe. Und wegen der seltenen Ausnahmen oben sind selbst die Ausschlüsse keine Gewissheiten. Über Abstammung entscheidet ein DNA-Test.

Häufige Fragen

Q. Können Eltern mit A+ und O− ein Kind mit O− bekommen?

Ja — 25%, je nach Genotyp.

Q. Welche Blutgruppen sind bei diesen Eltern möglich?

4 der acht sind möglich, 4 ausgeschlossen.

Q. Warum ist die Wahrscheinlichkeit keine einzelne Zahl?

Weil die Blutgruppe eines Elternteils seinen Genotyp nicht festlegt. Es gibt 1 Wege, daher 25%.

Q. Ändert sich etwas, wenn man Vater und Mutter tauscht?

Nein. Weder ABO noch Rhesus liegt auf einem Geschlechtschromosom.