Eltern AB+ × AB−, Kind AB+ — möglich
Ein Vater mit AB+ und eine Mutter mit AB− können ein Kind mit AB+ bekommen — je nach Genotyp 25~50%. Diese Eltern bringen 6 der acht Blutgruppen hervor.
- Vater
- AB+
- Mutter
- AB−
- Kind
- AB+
- Wahrscheinlichkeit
- 25~50%
- Mögliche Kinder
- A+ · A− · B+ · B− · AB+ · AB−
- Unmögliche Kinder
- O+ · O−
Wahrscheinlichkeit je Elterngenotyp
Es gibt 2 Wege — die Wahrscheinlichkeit liegt bei 25~50%. Die Genotypen der Eltern stehen nicht fest, daher kein einzelner Wert.
- Vater AB · DD · Mutter AB · dd8/16
- Vater AB · Dd · Mutter AB · dd4/16
Alle acht Kinder für diese Eltern
Vater und Mutter vertauscht
Weder ABO noch Rhesus liegen auf einem Geschlechtschromosom — Vater und Mutter zu vertauschen ändert nichts. 512 Felder, aber nur etwa die Hälfte sind verschiedene Antworten.
Das Punnett-Quadrat
Die beiden Allele des Vaters nach oben, die der Mutter an die Seite, die vier Felder ausfüllen — das sind alle Genotypen, die das Kind haben kann. In Phänotypen übersetzen und auszählen: das ist die Wahrscheinlichkeit. ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen und werden unabhängig vererbt, also zählt man beide getrennt und multipliziert: vier mal vier, sechzehn Felder.
Rh+ Eltern können ein Rh− Kind bekommen
Schon ein einzelnes D gilt als Rhesus-positiv, ein Rh+ Mensch kann also DD oder Dd sein. Sind beide Eltern Dd, ist jedes vierte Kind dd, also Rh−. Umgekehrt gibt es kein Schlupfloch: Rh− ist immer dd, aus zwei Rh− Eltern kommen nur Rh− Kinder.
So liest man es
- Es gibt drei ABO-Allele — A, B und O — und jeder Mensch trägt zwei davon.
- A und B unterliegen einander nicht und setzen sich nur gegen O durch; daher gibt es AB.
- Ein A-Mensch kann AA oder AO sein, ein O-Mensch nur OO.
- Beim Rhesus schlägt D das d: Rh+ ist DD oder Dd, Rh− ist dd.
- Die zwei des Vaters mit den zwei der Mutter kombinieren, vier Felder auszählen — fertig ist die Wahrscheinlichkeit.
- ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen: getrennt zählen und multiplizieren.
Es gibt sehr seltene Ausnahmen
Menschen mit Bombay-Phänotyp werden als Gruppe O typisiert, obwohl sie A- oder B-Gene tragen. Dazu kommt cis-AB, bei dem A und B auf demselben Chromosom liegen und gemeinsam weitergegeben werden — Fälle eines O-Kindes von einem AB-Elternteil sind beschrieben. Sehr selten, aber es heißt: ein Ergebnis, das dieser Tabelle widerspricht, beweist für sich genommen nichts.
Die Blutgruppe ist kein Abstammungstest
Diese Tabelle kann nur ausschließen. Sie kann sagen, dass eine Kombination unmöglich ist; sie kann nicht sagen, dass eine mögliche Abstammung bedeutet — viel zu viele Menschen teilen jede Blutgruppe. Und wegen der seltenen Ausnahmen oben sind selbst die Ausschlüsse keine Gewissheiten. Über Abstammung entscheidet ein DNA-Test.
Häufige Fragen
Q. Können Eltern mit AB+ und AB− ein Kind mit AB+ bekommen?
Ja — 25~50%, je nach Genotyp.
Q. Welche Blutgruppen sind bei diesen Eltern möglich?
6 der acht sind möglich, 2 ausgeschlossen.
Q. Warum ist die Wahrscheinlichkeit keine einzelne Zahl?
Weil die Blutgruppe eines Elternteils seinen Genotyp nicht festlegt. Es gibt 2 Wege, daher 25~50%.
Q. Ändert sich etwas, wenn man Vater und Mutter tauscht?
Nein. Weder ABO noch Rhesus liegt auf einem Geschlechtschromosom.