Eltern O+ × O−, Kind O+ — möglich
Ein Vater mit O+ und eine Mutter mit O− können ein Kind mit O+ bekommen — je nach Genotyp 50~100%. Diese Eltern bringen 2 der acht Blutgruppen hervor.
- Vater
- O+
- Mutter
- O−
- Kind
- O+
- Wahrscheinlichkeit
- 50~100%
- Mögliche Kinder
- O+ · O−
- Unmögliche Kinder
- A+ · A− · B+ · B− · AB+ · AB−
Wahrscheinlichkeit je Elterngenotyp
Es gibt 2 Wege — die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50~100%. Die Genotypen der Eltern stehen nicht fest, daher kein einzelner Wert.
- Vater OO · DD · Mutter OO · dd16/16
- Vater OO · Dd · Mutter OO · dd8/16
Alle acht Kinder für diese Eltern
Vater und Mutter vertauscht
Weder ABO noch Rhesus liegen auf einem Geschlechtschromosom — Vater und Mutter zu vertauschen ändert nichts. 512 Felder, aber nur etwa die Hälfte sind verschiedene Antworten.
Das Punnett-Quadrat
Die beiden Allele des Vaters nach oben, die der Mutter an die Seite, die vier Felder ausfüllen — das sind alle Genotypen, die das Kind haben kann. In Phänotypen übersetzen und auszählen: das ist die Wahrscheinlichkeit. ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen und werden unabhängig vererbt, also zählt man beide getrennt und multipliziert: vier mal vier, sechzehn Felder.
Rh+ Eltern können ein Rh− Kind bekommen
Schon ein einzelnes D gilt als Rhesus-positiv, ein Rh+ Mensch kann also DD oder Dd sein. Sind beide Eltern Dd, ist jedes vierte Kind dd, also Rh−. Umgekehrt gibt es kein Schlupfloch: Rh− ist immer dd, aus zwei Rh− Eltern kommen nur Rh− Kinder.
So liest man es
- Es gibt drei ABO-Allele — A, B und O — und jeder Mensch trägt zwei davon.
- A und B unterliegen einander nicht und setzen sich nur gegen O durch; daher gibt es AB.
- Ein A-Mensch kann AA oder AO sein, ein O-Mensch nur OO.
- Beim Rhesus schlägt D das d: Rh+ ist DD oder Dd, Rh− ist dd.
- Die zwei des Vaters mit den zwei der Mutter kombinieren, vier Felder auszählen — fertig ist die Wahrscheinlichkeit.
- ABO und Rhesus liegen auf verschiedenen Chromosomen: getrennt zählen und multiplizieren.
Es gibt sehr seltene Ausnahmen
Menschen mit Bombay-Phänotyp werden als Gruppe O typisiert, obwohl sie A- oder B-Gene tragen. Dazu kommt cis-AB, bei dem A und B auf demselben Chromosom liegen und gemeinsam weitergegeben werden — Fälle eines O-Kindes von einem AB-Elternteil sind beschrieben. Sehr selten, aber es heißt: ein Ergebnis, das dieser Tabelle widerspricht, beweist für sich genommen nichts.
Die Blutgruppe ist kein Abstammungstest
Diese Tabelle kann nur ausschließen. Sie kann sagen, dass eine Kombination unmöglich ist; sie kann nicht sagen, dass eine mögliche Abstammung bedeutet — viel zu viele Menschen teilen jede Blutgruppe. Und wegen der seltenen Ausnahmen oben sind selbst die Ausschlüsse keine Gewissheiten. Über Abstammung entscheidet ein DNA-Test.
Häufige Fragen
Q. Können Eltern mit O+ und O− ein Kind mit O+ bekommen?
Ja — 50~100%, je nach Genotyp.
Q. Welche Blutgruppen sind bei diesen Eltern möglich?
2 der acht sind möglich, 6 ausgeschlossen.
Q. Warum ist die Wahrscheinlichkeit keine einzelne Zahl?
Weil die Blutgruppe eines Elternteils seinen Genotyp nicht festlegt. Es gibt 2 Wege, daher 50~100%.
Q. Ändert sich etwas, wenn man Vater und Mutter tauscht?
Nein. Weder ABO noch Rhesus liegt auf einem Geschlechtschromosom.